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Raspberry Pi: Mini-Computer im Kreditkarten-Format für 33 Euro

Raspberry Pi: Mini-Computer im Kreditkarten-Format für 33 Euro

Eine Ankündigung einer neuen Hardware erregt selten so viel Aufsehen, doch ein vollwertiger Computer von nun mal 25 Dollar verdient jede Achtung. Der Raspberry Pi hat mittlerweile bereits den Kultsstatus erreicht, zum Einsatz kommt er bei zahlreichen Anwendungsgebieten. Der Rechner ist so groß wie eine Kreditkarte und ist als ein Bildungsprojekt erstanden – es soll vor allem Jugendlichen und Kindern die Funktion eines Computers näherbringen, es eignet sich ebenso gut für erste Programmierversuche. Raspberry Pi arbeitet mit einem Linux Betriebssystem und das Herzstück ist ein 700 MHz ARM-Prozessor. Dazu gibt es auch verschiedene Ein- und Ausgänge, zum Beispiel Composite und HDMI, SD-Slot und USB-2.0-Anschluss, es sind auch 256 MByte RAM an Arbeitsspeicher integriert.

Mit diesen Konfigurationen und Leistung können verschiedene Linux-Versionen genutzt werden, zum Beispiel das Betriebssystem Debian. Dabei gibt es den Raspberry Pi in zwei Modellen (A und B), wobei der Unterschied in der Ethernet-Schnittstelle und einem zusätzlichen USB-Port liegt. Technisch gesehen sind die beiden Modellen identisch, der Preisunterschied beträgt dabei 10 US-Dollar. Im Handel ist zur Zeit nur die B-Variante zu finden. Das Gerät ist also vielseitig einsetzbar und kann auch zum Surfen verwendet werden, jedoch kann es anhand seiner Konfigurationen bei etwas “überfüllten” Seiten, diese auch etwas langsamer einlesen. Ebenfalls hat sich etwas an der Multimedia-Front getan, im Gerät läuft die “XBMC Media-Center” Software.

Im Zusammenhang mit Multimedia gibt es ebenfalls die OpenELEC Software-Lösung, die per SD-Karte den Raspberry Pi in wenigen Sekunden in ein Multimedia-Center umwandelt. So können auch Musik-, Bild- und Filmdateien in allen gängigen Formaten wiedergegeben werden, im Test waren selbst HD-Filme kein Problem. Der Zugriff auf Internet, LAN und die Installation weiterer Add-Ons funktioniert auch reibungslos, manchmal kommt es aber auch zu kleinen Verzögerungen. Ein weiteres Plus gibt es dafür, weil das Gerät sich nicht überhitzt, denn selbst nach einem halben Tag Betriebszeit war es immer noch mildwarm. Das Einbinden von externen Festplatten und USB Sticks erwies sich auch als problemlos.

Doch die Meinungen von Nutzern sind unterschiedlich. Einige bemängelten schon nach der Ankündigung, dass die Grafiktreiber Probleme verursachen. Solche und ähnliche Mängel scheinen bei dem neuen Raspberry Pi Modell B behoben zu sein. Weitere wesentliche Vorteile des Raspberry Pis ist die Community, die dafür sorgt, dass es immer wieder einen Haufen an aktueller Software gibt (zum Beispiel der aktuelle Linux Kernel), die man Schritt für Schritt und mithilfe von Anleitungen zum Laufen bekommen kann. Bei sämtlichen Fragen und Problemen gibt es also immer jemanden, der bereit ist Hilfe zu leisten. Der Raspberry Pi ist alles in allem eine sehr schöne Freizeitbeschäftigung und Hobby für wahre Bastelfreunde und Entwickler.

 

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Über Riza Aslan

Gründer des Your-Android News-Magazines. Chefredakteur, Android-Freak und Technikbegeisterter Fachinformatiker.