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ZTE Kis Plus: Testbericht: Einsteiger-Smartphone für unter 100 Euro

ZTE Kis Plus: Testbericht: Einsteiger-Smartphone für unter 100 Euro

Mit dem “Kis Plus” hat ZTE in zusammenarbeit mit congstar ein Smartphone auf den Markt gebracht, welches für unter 100 Euro zu haben ist.

Nicht jeder braucht einen Quad-Core-Prozessor, ein riesiges Display und einen monströsen Speicher und an genau diese Zielgruppe richtet sich das Kis Plus von ZTE.

In unserem unabhängigen Testbericht werdet ihr erfahren wie sich das ZTE Kis Plus im Einsatz schlägt und ob es trotz des geringen Preises etwas taugt.

Vielen Dank an congstar für das Testgerät und das Infomaterial.

Technische Daten

  • Prozessor: 800 MHz Qualcomm Snapdragon MSM7227T
  • Arbeitsspeicher: 512 MB
  • Interner Speicher: 512 MB , per microSDHC um bis zu 32 GB erweiterbar
  • Display: 8,9 cm Diagonale, 320 x 480 Pixel (262.144 Farben)
  • Kamera: 3,2 Megapixel
  • Betriebssystem: Android 2.3.6
  • Akku: 1.400 mAh
  • Maße und Gewicht: 114,3 x 61,6 x 11,5 mm / 130 g
  • Konnektivität: 3G, WLAN (a/b/g/n), Bluetooth, 3,5 mm Buchse

ZTE Kis Plus Lieferumfang

Lieferumfang

  • ZTE Kis Plus
  • 1.400 mAh Akku
  • USB-Netzteil
  • USB-Datenkabel
  • Headset
  • Bedienungsanleitung

Design

Das ZTE Kis Plus besitzt ein ziemlich schlichtes, aber durchaus edles Design. Das Display-Glas wurde in eine Front aus leicht gummiertem Kunststoff eingelassen. Der Hörer sitzt oben im Glas, mittig hinter einer länglichen Aussparung. Unterhalb des Displays, am unteren Glasrand, befinden sich die Sensortasten: Menü, Home, Zurück und Suchen. Die Beleuchtung dieser Tasten springt nur dann an, wenn der Lichtsensor ein schlechtes Lichtverhältnis ermittelt. Oben rechts über dem Display hat ZTE eine LED verbaut, die über entgangene Anrufe, neue Nachrichten und ähnliche Ereignisse informiert. Eine Frontkamera besitzt das “Kis Plus” leider nicht.

ZTE Kis Plus RückseiteDer Akkudeckel besteht aus matt gummiertem schwarzen Kunststoff und bedeckt den Großteil der Rückseite. Darunter befindet sich glänzender Kunststoff, der unter anderem auch den Lautsprecher verdeckt. In der oberen linken Ecke sieht man die Kamera-Linse. Ein Fotolicht in Form eines LED-Blitzes hat das Kis Plus nicht.

Die Anschlüsse und Tasten sind am Gehäuserand angeordnet. Rechts liegt der Micro-USB-Port, oben links der 3,5 mm Klinken-Ausgang zum Anschluss von Headsets und Kopfhöhrern, oben rechts die Power-Taste und am linken Gehäuserand die Lautstärkewippe.

Software

Das ZTE Kis Plus wird mit Android 2.3.6 ausgeliefert und aufgrund des extrem knapp bemessenen Speichers wird es auch kein Update auf eine aktuellere Android-Version geben. Dies ist besonders schade, weil Android mit dem Sprung auf Version 4 einen extremen Wandel durchgemacht hat. Hat man sich einmal an die neue Oberfläche gewöhnt, will man nie mehr zurück.

ZTE Kis Plus AppdrawerZTE setzt auf dem Kis Plus eine leicht angepasste Benutzeroberfläche ein. Leider wirkt die Oberfläche für mich etwas zu sehr nach Spielzeug und Kitsch. App-Icons werden automatisch im iPhone-Style bunt umrahmt und insgesamt wirkt für mich alles eher wie ein Spielzeug aus China, als ein Smartphone.

Der Hersteller hat einige Apps vorinstalliert die zwar nützlich sein können, die aber leider im Systemspeicher liegen und sich somit nicht deinstallieren lassen. Gerade bei dem geringen internen Speicher des ZTE Kis Plus wäre dies eine Möglichkeit ein paar kostbare MB dazu zu gewinnen.

Hardware

Natürlich muss man bei einem Gerät in dieser Preisklasse damit rechnen, das man vor allem an der Hardware gespart hat und dementsprechend nicht viel Leistung aus dem Smartphone zu holen ist. Hardwaretechnisch hat das ZTE Kis Plus so ziemlich alles an Bord, was zu einem Androiden dazu gehört.

ZTE Kis Plus DisplayDisplay

Das Kis Plus besitzt ein Display mit einer Diagonale von 8,9 cm und einer Auflösung von 320 x 480 Pixel. Das ergibt eine Pixeldichte von 165 ppi, also etwa der des iPad Mini. Diese ist absolut nicht mehr zeitgemäß, was aber nicht weiter tragisch wäre, wenn es nicht noch weitere schwere Kritikpunkte an diesem Display gäbe.

Ein weiteres Manko an dem Kis Plus-Display ist die Helligkeit des Panels. Belässt man die Helligkeits-Einstellung auf “Automatisch”, so ist diese durchweg zu gering. Um das Kis Plus angenehm ablesen und bedienen zu können, muss die Helligkeit schon manuell auf den höchsten Wert festgelegt werden.

Ein weiterer Punkt, der mich an diesem Display besonders stört ist der Blickwinkel. Denn kippt man das Gerät nach rechts, dunkelt das Display stark ab und wird schwarz / weiß. Kippt man das Kis Plus hingegen nach links, sind Display-Inhalte besser zu erkennen, aber dafür zu hell.

ZTE Kis Plus KameraKamera

Das ZTE Kis Plus besitzt zwar eine Kamera mit der sich Fotos und Videos aufnehmen lassen, für schöne Aufnahmen ist diese aber nicht zu gebrauchen und erst recht nicht mit der Kamera des GALAXY S3 oder des HTC One X zu vergleichen.

Bei schlechten Lichtverhältnissen ist kaum etwas zu erkennen und bei guten Lichtverhältnissen sind die Aufnahmen etwas besser, aber trotzdem nicht gut. Bei einem Gerät dieser Preisklasse darf man aber nunmal nicht mehr erwarten, von daher ist die Kamera verhältnismäßig in Ordnung.

Beispielfotos:

Performance

Das man bei diesem Gerät in Sachen Performance nicht viel erwarten darf, dürfte allen klar sein. Das Kis Plus besitzt einen Qualcomm Snapdragon MSM7227T-Single-Core-Prozessor mit einer Taktung von 800 MHz. Dieser Prozessor arbeitet zum Beispiel auch im ZTE Blade, Skate und dem Samsung GALAXY Ace. Trotz der geringen Taktung läuft die Benutzeroberfläche auf dem Kis Plus erstaunlich flüssig, was wahrscheinlich dem, in dieser Preisklasse recht üppigen, 512 MB großen Arbeitsspeicher zu verdanken ist.

  • CF-Bench: Overall 2520 (Native 4415, Java 1258)
  • AnTuTu: 2830

Fazit

Das ZTE Kis Plus ist ein günstiges Einsteiger-Smartphone, dass leider in einigen wichtigen Punkten schwächelt. Es sieht schick aus und die Verarbeitung scheint mir auch wirklich gut zu sein, aber vor allem das Display und der geringe interne Speicher rechtfertigen sich nur mit dem geringen Preis von unter 100 Euro.

ZTE Kis PlusPro

  • Gute Verarbeitung
  • Flüssige Bedienung
  • Bestes Smartphone für unter 100 Euro

Contra

  • Extrem schlechtes Display
  • Extrem wenig interner Speicher
  • Veraltete Android-Version und keine Updates
Gallerie

Über Riza Aslan

Gründer des Your-Android News-Magazines. Chefredakteur, Android-Freak und Technikbegeisterter Fachinformatiker.
  • Marlene Gross

    hat dieses teil eigtl je jemanden gejuckt …?

    • http://www.your-android.de Riza Aslan

      Ich hoffe nicht. Als mein Smartphone defekt war, hab ich es als Ersatz benutzt. Erst nachdem ich es gerootet hatte, war es überhaupt irgendwie brauchbar. Vor allem, da der interne Speicher so extrem klein war, dass er schon mit Facebook und WhatsApp voll war. Wenn man dann mit root alles auf eine Speicherkarte auslagern kann geht es halbwegs…aber schön ist es dadurch trotzdem nicht.