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Google Datenkrake

Google: Wir füttern die Datenkrake (gern!)

Mit jedem neuen Google Dienst stelle ich mir die gleich Frage. Was hat ein Suchmaschinengigant eigentlich davon, solche  Dienste wie Google Now, Mail, Play Music, Play Books und viele mehr kostenlos anzubieten und dann auch noch ständig weiterzuentwickeln. Lang darüber nachdenken musste ich dabei aber noch nie.

Google sammelt Daten und mit jedem neuen Dienst bekommt die Datenkrake einen zusätzlichen Arm, der auch nur dem Sammeln dient.

Um so mehr dieser Dienste wir nutzen, desto mehr erfährt Google über uns. Diese Dienste verknüpfen wir natürlich alle mit dem selben Google Konto, denn wir wollen uns ja nicht jedes mal neu registrieren. Bleiben dabei noch Fragen offen, geben wir dem Unternehmen diese Informationen gern indem wir unser Google+ Profil ausfüllen. Smartphones lassen zu das man uns Ortet und erfährt was wir gerade machen. Dienste wie Google Play Music, Play Movies und Play Books dienen dazu, dass Google weiß welche Musik wir gern hören, welche Bücher wir gern lesen und welche Filme wir mögen. Wir nutzen Google+, Hangouts und Gmail damit dem Unternehmen klar ist mit wem wir kommunizieren und wann wir dies tun und mit der Suche (bzw. Google Chrome) und unseren Google+ Posts verraten wir auch noch alle Geheimnisse über uns.

Und was will ich nun damit sagen?

Wer Google nichts über sich verraten möchte, der müsste schon auf all diese Dienste verzichten. Sogar auf die Suche, denn selbst über diese wird ein umfangreiches Profil über jeden Nutzer erstellt, sobald man sie nutzt. Auch ohne einen Account weiß Google wer ich bin, was ich mache, wo ich gerade bin und was mich interessiert. Nur eben nicht so genau. Also kann ich dem ganzen auch einen (bzw. meinen) Namen geben und dieses Profil zu meinen Gunsten nutzen.

Ohne meine Daten wüsste Google Now nicht welche Karte mich gerade interessiert, Google Maps hätte keine Verkehrsinformationen und Google Play Music könnte mir keine neue Musik vorschlagen. Und dies sind nur einige kleine Beispiele. Wir vertrauen Google unsere Daten an, damit sie mit verschiedenen Diensten aufbereitet werden und wir sie für unsere Bequemlichkeit und unseren Komfort nutzen können. Dass man diese vorwiegend nutzt um Werbung auf uns zu zuschneiden, dürfte allen klar sein. Aber selbst das ist eine Bereicherung für mich. Schaue ich mir eine beliebige Webseite an, wird mir dort automatisch ein Produkt angezeigt, bei dem ich kurz zuvor drauf und dran war es zu bestellen (Stichwort: Retargeting, Google nennt es übrigens Remarketing). Also ein Produkt das mich wirklich interessiert. Ist das nicht super? Stören würde es mich doch viel mehr, wenn mir irgendetwas unnützes angezeigt werden würde. Interessante Werbung die zu dem Content passt, den ich konsumiere, ist ganz klar eine Bereicherung für mich. Natürlich habe ich als Seitenbetreiber, der übrigens hauptberuflich in einer Online-Marketing-Agentur arbeitet, einen ganz anderen Bezug zu Werbung. Werbung nervt nur dann, wenn man nicht weiß wie man damit umgehen soll (oder wenn man sich auf dubiosen Webseiten herumtreibt).

Wissen ist Macht!

Dass Google das mächtigste Unternehmen auf der Welt ist, ist mir schon seit langem klar. Auch wenn Apple letztes Jahr als wertvollstes Unternehmen galt, ist die Welt nicht von Apple sondern von Google abhängig. Ich will mir gar nicht vorstellen was passieren würde, wenn der Suchmaschinen-Gigant auch nur für einen Tag offline wäre. Viele Menschen wissen gar nicht dass ihr Browser eine Adresszeile hat. Oftmals ist eine kleine dezente Google-Suche als Startseite im Browser voreingestellt und die Menschen sind es gewohnt, über diese Suche alles zu finden, indem sie einfach nur ein Wort eingeben. Fällt ihnen dieses Wort nicht ein, umschreiben sie es.

Wovor habt ihr Angst?!

Einige von euch werden jetzt vielleicht schockiert sein, weil sie nie so genau über Google nachgedacht haben. Aber man muss sich eben vor Augen führen dass auch Google ein Unternehmen ist, das Geld verdienen muss. Mit kostenlosen Services macht man kein Geld. Google’s Kerngeschäft und Haupt-Einnahmequelle ist nach wie vor die Werbung und so wird es auch bleiben. Was sollte der Konzern auch sonst mit meinen Daten anfangen? Mich erpressen? Wohl kaum. Ich kaufe gern online ein und (fast) jedes mal wenn ich das tue, bekommt Google einen kleinen Teil von dem Gewinn ab. Dafür darf ich Googles Dienste, bis auf wenige Ausnahmen, kostenlos nutzen.

Und jetzt bin ich auf eure Meinungen gespannt! Bitte ab in die Kommentare damit 🙂

Bildquelle: PC Magazin

Über Riza Aslan

Gründer des Your-Android News-Magazines. Chefredakteur, Android-Freak und Technikbegeisterter Fachinformatiker.

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