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Jabra DRIVE: Bluetooth-KFZ-Freisprecheinrichtung im Test

Auf dem Weg zur Arbeit sehe ich andauernd Menschen die während der Fahrt telefonieren. Auch wenn es inzwischen viele gute und günstige Freisprecheinrichtungen gibt, gefährden die meisten Weiterhin sich selbst und ihre Umwelt.

Jabra war mir bereits ein bekannter Hersteller, wenn es um Headsets und andere Telefonie-Lösungen ging. Eine dieser Telefonie-Lösungen nennt sich Jabra DRIVE und ist eine Freisprecheinrichtung, die sich ganz einfach in jedem Auto verwenden lässt. Die Firma Jabra hat mir das Jabra DRIVE Freundlicherweise zur Verfügung gestellt und in einem kleinen Test will ich euch zeigen ob das Gerät auch was taugt.

Lieferumfang

Im Lieferumfang befindet sich die Freisprecheinrichtung Jabra DRIVE, ein Micro-USB-Kabel und ein KFZ-Zigarettenanzünder USB-Adapter. Auch eine Bedienungsanleitung in verschiedenen Sprachen und eine Garantieerklärung mit Sicherheitshinweisen liegen dem Jabra DRIVE bei.

Einrichtung

Die Einrichtung gestaltet sich wirklich kinderleicht. Vor der ersten Verwendung sollte die Jabra DRIVE unbedingt mit dem mitgelieferten Micro-USB Kabel am Computer oder Zigarettenanzünder aufgeladen werden. Das kann bis zu 2,5 Stunden dauern. Anschließend wird das Gerät über den Schieberegler an der rechten Seite eingeschaltet.

Beim ersten Einschalten des Gerätes wird automatisch der Pairing-Modus aktiviert. Wenn es bereits mit einem anderen Gerät gepaart wurde, kann man später das Pairing aktivieren indem man das Jabra DRIVE einschaltet und anschließend die Rufannahme-Taste für min. 5 Sekunden gedrückt hält. Nun blinkt das Telefon-Symbol auf der Rufannahme-Taste blau und das Handy kann sich zur der KFZ-Freisprecheinrichtung verbinden. Mit dem Handy sucht ihr nach neuen Bluetooth Geräten und wählt dort “Jabra DRIVE”. Bei mir nahm das Jabra DRIVE die Verbindung sofort an und ich konnte gleich loslegen. Falls nach einer PIN gefragt wird, muss das Pairing mit Eingabe der PIN “0000” bestätigt werden.

Montage

Die Montage ist sogar noch einfacher als die Einrichtung. Das Jabra DRIVE besteht aus deiner Metallklammer, an der die Technik befestigt ist. Das ganze wirkt sehr stabil und das Gerät lässt sich ganz einfach auf die Sonnenblende klemmen. Die Sonnenblende ist sehr gut für Freisprecheinrichtungen geeignet. Nachteil an dieser Position ist allerdings, dass sich das Jabra DRIVE nicht bedienen lässt, wenn die Sonnenblende aufgeklappt ist, da sie von dem Fahrer weg zeigt. Wenn man andererseits die Freisprecheinrichtung im aufgeklappten zustand an die Sonnenblende klemmt, kann man sie nicht mehr richtig schließen und die Symbole sind alle auf dem Kopf. Das ganze ist aber kein Problem der Jabra DRIVE, sondern ein generelles Problem dieser Position. Wenn man also die Sonnenblende aufgeklappt hat, muss man sie kurzzeitig zurück klappen wenn man ein Gespräch entgegennehmen will. Ein weiterer Nachteil: Wenn das Gerät während des Betriebs aufgeladen werden muss, hängt das Ladekabel von der Sonnenblende zum Zigarettenanzünder herunter. Für den einen oder anderen kann das sicher nervig sein. Mich stört so etwas eher weniger. Ich wollte es nur mal erwähnen. Übrigens ist das Ladekabel relativ lang, wodurch man es vielleicht sogar so verlegen könnte, dass es beim Fahren nicht mehr stört.

Funktionen

  • Anrufe annehmen und beenden – Drückt man die Rufannahme-Taste, wird der Anruf automatisch über die Freisprecheinrichtung angenommen. Auflegen kann man später auf die gleiche Weise.
  • Anrufe tätigen – Wenn man den Anruf über das Handy selbst tätigt, wird es automatisch über die Jabra DRIVE ausgegeben.
  • Eingehende Anrufe abweisen – Indem man zwei mal die Rufannahme-Taste drückt.
  • Wahlwiederholung – Einfach zwei mal die Rufannahme-Taste drücken und die letzte Nummer aus der Anrufliste wird gewählt.
  • Standby-Modus – Wenn keine Bluetooth-Verbindung besteht, wird das Jabra DRIVE automatisch nach 10 min. in den Standby-Modus versetzt. Will man die BT-Verbindung wieder herstellen, reicht es wenn man die Rufannahme-Taste drückt.
  • Sprachausgabe – Wenn sich die Akku-Kapazität dem Ende neigt, wird diese Information per Sprachausgabe mitgeteilt.
  • Musikwiedergabe – Unterstützt das Handy das A2DP Audiostreaming Protokoll, kann das Jabra DRIVE sogar als Lautsprecher verwendet werden. Spielt also das Handy Musik ab, wird sie über das Jabra DRIVE wiedergegeben.
  • Weitere Ausgabe – Neben Musik, kann das Jabra DRIVE auch Podcasts und sogar Navigations-Anweisungen ausgeben.

Design

Das Design gefällt mir wirklich sehr gut und passt zu einem modernen Auto. In einem Traktor würde es dagegen natürlich etwas komisch aussehen. 🙂

Man merkt eigentlich kaum, dass es gar nicht zum Auto gehört und so sollte es eigentlich auch sein.

Außerdem fällt das Gerät ziemlich klein aus. Die Maße des Jabra DRIVE betragen gerade einmal 104 mm x 56 mm x 8 mm und es wiegt 100 Gramm.

Technische Daten

  • Bluetooth-Konformität: Bluetooth 3.0
  • Bluetooth-Profile: Bluetooth Headset and hands-free Profil,
  • Reichweite: Bis zu 10 Meter
  • Gerätekoppelung: Maximal acht Geräte, jeweils zwei aktivierbar.
  • Gesprächszeit Bis zu 20 Stunden
  • Musik Abspielzeit: Bis zu 8 Stunden
  • Standbyzeit: Bis zu 30 Tage
  • Ladezeit: Ca. 2,5 Stunden
  • Batterie: wiederaufladbare 1100 mA Li-Polymer Akku
  • Paircode: 0000

Fazit

Aktuell kostet das Jabra DRIVE bei Amazon knapp 36 Euro und für diesen Preis gibt es von mir eine ganz klare Kaufempfehlung. Das Gerät ist gut durchdacht, simpel zu bedienen und erfüllt seinen Zweck mit Bravour. Es gibt natürlich auch Freisprecheinrichtungen mit mehr Funktionen wie einem eigenen Telefonbuch, einem Display usw. aber wer einfach nur beim Autofahren sicher und komfortabel Telefonieren und dabei nicht gerade 200 Euro ausgeben will, der ist mit einem Jabra DRIVE bestens bedient.

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Über Riza Aslan

Gründer des Your-Android News-Magazines. Chefredakteur, Android-Freak und Technikbegeisterter Fachinformatiker.

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